Eine Erde - Eine Zukunft

Wir sind Lobbyisten unserer Mutter Erde und leidenschaftliche Imker, weshalb wir die Arbeit der unglaublich fleißigen Honigbienen nutzen, indem wir mit Teilen des Erlöses aus der Honigvermarktung und unserem Status als Landwirt, ökologische Projekte initiieren und unterstützen werden (Anlage von mehrjährigen Blühflächen und versuchsweises Anlegen von bedrohten Wiesentypen und Hecken, Verurwaldung, Müllsammelaktionen, …). Außerdem möchten wir aktiv dabei mitwirken, das allgemeine Bewusstsein für die Bewahrung dieser einzigartigen Welt zu schärfen.

Stefan Lange, Michael Lange

Unsere Landschaften sind kaum noch ökologisch wertvoll

Der allgemeine Artenschutz muss einen sehr viel höheren Stellenwert bekommen. Solitärbienen, Heuschrecken und Käfer (u. a. Nahrungsgrundlage für höhere Lebewesen) kann der Mensch größtenteils nicht direkt nutzen, deshalb haben sie keine Fürsprecher und sterben leise. Wir brauchen funktionierende Ökosysteme, damit sich die Populationen auf natürliche Weise regulieren und die Arten ihre ökologische Aufgabe erfüllen können. Massenvermehrungen von z. B. Borkenkäfer oder Rapsglanzkäfer sind das Ergebnis von großen und anfälligen Monokulturen.

Bunte Vielfalt
statt monotone Wüsten

Durch den allgemeinen Insektenrückgang finden auch Singvögel weniger Nahrung. Intensivmahd des Grünlandes verwehren Heuschrecken, Schmetterlingen und bodenbrütenden Vogelarten die Lebensgrundlage, da sie ein intaktes Offenland mit überwinternden Langhalmen und Buschwerk benötigen. Nicht nur um die Insekten ist es schlecht bestellt. In Deutschland gibt es so gut wie keine natürlichen Wälder, sondern überwiegend sterilen Forst, der leider nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet wird. So gibt es immer weniger uralte Bäume die unter anderem verschiedenen Eulenarten eine Heimat bieten, da diese zuvor als Wertholz gefällt oder als Totholz beseitigt werden. Egal welche Ökosysteme man betrachtet, alle sind sie in ihrer Existenz bedroht oder bereits vollständig verschwunden (z. B. Moore, Wiesen, Flussauen).

Die unaufhaltsame Flächenversiegelung ist ebenso ein riesiges Problem. Immer neue Gewerbegebiete und Siedlungen vernichten immer mehr natürliche Flächen. Bachbegradigungen und Uferbefestigungen vernichten wertvolle Lebensräume und erhöhen die Fließgeschwindigkeiten. Autobahnen verhindern Zugbewegungen der Tiere und sperren sie in immer kleiner werdende Flächen ein. Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen.

verantwortungsvoll
und nachhaltig

Das Betreiben einer größeren Imkerei hat unserer Auffassung nach nicht nur positive Effekte. Zum einen gewährleistet sie bei ausreichender Anzahl an Bienenvölkern ein Auskommen und sorgt für eine gute Bestäubungsquote bei einigen Pflanzenarten, jedoch ist es der Ökonomie geschuldet, weshalb die Bienen ihre klimatisch zum Teil bedenkliche Behausung nicht nach freiem Willen ausbauen können und sehr viele Völker an einem Standort gehalten werden müssen. Stehen zu viele Bienenvölker an oder in einem Schutzgebiet, kann diese Überkapazität während der Trachtlücken den dort solitär lebenden Wildbienen (vor allem mono- oder oligolektischen Arten) schaden, indem es zur Nahrungskonkurrenz kommt. Aus diesem Grund meiden wir solche Standorte und wandern daher gezielt Massentrachten wie Raps, Robinie, Linde, Phacelia, etc. an. Auch die in unseren Breiten einst heimische dunkle Biene wurde durch ihren geringeren Honigertrag und ausgeprägten Verteidigungssinn von der Imkerschaft verdrängt und so wurden neozoische Arten eingeführt und durch konsequente Zuchtarbeit etabliert.

Fünf nach Zwölf

Durch die heutige Landwirtschaft und unsere moderne Lebensweise ist nicht nur die Artenvielfalt stark gefährdet. Die großen Umweltbelastungen und die Bevölkerungsexplosion verändern vieles auf der ganzen Welt zum Negativen – eine aussichtslose Situation. Weltweiter Handel, billige Lebensmittel und steigende Nachfrage (Energiepflanzen, Fleisch) zwingen die Bauern immer größere Schläge/Stallanlagen immer rationeller zu bewirtschaften, damit sie konkurrenzfähig bleiben. Ein Teufelskreis, denn so bleiben Artenvielfalt, Boden- und Wasserqualität auf der Strecke. Preiswerte Bio-Lebensmittel für alle gibt es nicht!

So sehr wir selbst uns auch anstrengen, das Schicksal der Menschheit scheint schon längst besiegelt zu sein. Die weltweiten Trends lassen sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr umkehren. Die Problematiken und deren Auswirkungen sind seit vielen Jahrzehnten bekannt, doch Lösungsansätze wurden und werden nach wie vor stets wirtschaftlichen Interessen unterstellt. Umweltschutzorganisationen kämpfen noch immer gegen Windmühlen. Im Kern ändert sich das Verhalten der Menschen nicht, sei es durch Gewohnheit, Unwissenheit, Handlungsunfähigkeit, Nachlässigkeit, Bequemlichkeit oder der Lebenssituation wegen. Unseren Lebensstandard wollen wir nicht aufgeben und wirtschaften uns dafür zugrunde.

Das 400 ppm Zeitalter ist angebrochen und die Überhitzung des Planeten absehbar. Viele Entscheidungen die wir täglich in unserer Zivilisation treffen, überlasten die Erde in ihrer Regenerationskraft und vergrößern den ökologischen Fußabdruck. Sich häufende Wetterextreme (Starkregen, Trockenheit, Hitze, schwere Stürme) sind Teil des Preises den wir nun dafür zahlen müssen. Möchten wir, dass kommende Generationen auf dieser Erde noch leben können, so müsste die Bevölkerungszahl begrenzt, zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen geschöpft, der Konsum reduziert und die Ressourcen in einen Kreislauf geführt werden – ein Wunschtraum, denn dies setzt ein grundlegend anders Wirtschaftssystem und eine andere Denkweise voraus. Bewegungen wie "Cradle to Cradle" und "Gemeinwohlökonomie" wären Vorreiter dieser Ideen, sind jedoch unter heutigen Aspekten global nicht realisierbar. Unverändert setzen wir in einer begrenzten Welt auf unbegrenztes Wachstum.

Wohin gehen wir?

Mit immer neuen und aufwändigeren technischen Problemlösungen (Robotik und KI, Gen-Editing, indoor farming, ...) entfernen wir uns in atemberaubender Geschwindigkeit immer weiter von unseren Wurzeln. Die natürliche Umwelt ist oftmals schon heute zum Nebenschauplatz verkommen. Woher nehmen wir unsere Lebenskraft, wenn wir einst - sollten wir dann noch in der Lage dazu sein - in einer eintönigen, heißen, artenarmen, versiegelten und vollständig technifizierten Welt leben?

Ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, für den Erhalt unserer wunderbaren Erde

Es ist überaus anstrengend, sich gegen Strömungen und Gewohnheiten zu stellen und die Grenze zwischen gesundem Egoismus und Gemeinwohl zu finden. Dennoch kann jeder im Kleinen etwas tun, denn Das Ganze ist stets die Summe seiner Teile:

Unterstützen Sie unsere Vision, von einer blühenden und artenreicheren Landschaft

Mit dem Kauf unserer Produkte unterstützen sie die heimische Flora durch die Bestäubungsleistung unserer Bienen und finanzieren ebenso unsere Projekte mit. Wenn Sie Einzelhändler sind und unsere Produkte in Ihrem Sortiment führen möchten, dann kontaktieren Sie uns gern.

Honige